Prof. Wulf Schneider
& Partner

Prof. Wulf Schneider lebt und arbeitet in Stuttgart. Gemäß des Gedankens »Sympathie entscheidet über die langfristige Akzeptanz der Dinge« entstehen in seinem 1976 eröffneten Designbüro für Gestaltungskonzeptionen Möbelentwürfe, Milieukonzeptionen und Innenarchitekturprojekte, für die Wulf Schneider zahlreiche Auszeichnungen erhielt.

Elements, ein Interview mit Prof. Wulf Schneider

Skihütte

18.09.2013

Interview mit Herrn Prof. Wulf Schneider


Element Feuer

SKANTHERM:  Sehr geehrter Herr Prof. Schneider, Design, Architektur und Milieugestaltung mit Verantwortung für und nicht gegen die Menschen zu erarbeiten, ist Ihr Ziel. In Ihrem bisherigen Schaffen ist die Gestaltung von Bürobereichen, Sozialbauten und Möbelentwürfe Mittelpunkt Ihrer Arbeit. Wie groß war für Sie daher die Herausforderung bzw. was war für Sie ausschlaggebend, einen Kaminofen für skantherm zu entwickeln und sich dabei gleichzeitig auf das Element Feuer einzulassen?

PROF. SCHNEIDER:  Ich bin in der Situation, nur die Themen bearbeiten zu können, die mich interessieren. Da stehen ganz vorne die zwölf Sinne des Menschen. Zu diesem Thema entsteht zurzeit mein Buch in 3. Auflage ,Sinn und Un-Sinn‘. Feuer und Licht sind für die Menschen und für mich hochinteressante Themen. Ein Feuerprodukt für skantherm ist dabei ein interessanter Themenaspekt.


Entwicklung

SKANTHERM:  Neben Ihrem ersten Kaminofen »emotion«, den Sie für skantherm entwickelten, haben Sie nun ganz aktuell einem zweiten Kaminofen »elements« mit Ihrer Handschrift ein Gesicht gegeben. Insbesondere bei »elements« sind den Kaminofenliebhabern ja fast keine gestalterischen Grenzen mehr gesetzt. Alles ist möglich, um das Feuer in den Wohnraum zu integrieren und das mit nur drei variablen Elementen, die Sie diesem modularen Kaminofensystem gegeben haben. Woran haben Sie gedacht, bzw. was hat Sie bei der Entwicklung beeinflusst?

PROF. SCHNEIDER:  Als allererstes denke ich an den Kunden, wie will er mit Feuer leben, wie wünscht er sich die Form für den Kamin, wie geht die technische Umsetzung, wie kann er Feuer in seinen Räumen integrieren, wie zeigt sich die Emotion Feuer und Holz am stärksten, wie kann der Bindung an den Kaminzug, der im Haus nicht immer gut steht, entsprochen werden und damit die Position zur Sitzgruppe und Essplatz ideal erreicht werden? Mit all diesen Fragen und mehr erarbeiten wir die Idee.


Entstehungsgeschichte

SKANTHERM:  Herr Prof. Schneider, Sie erhielten den Auftrag von skantherm, einen neuen Kaminofen für das Unternehmen zu entwickeln. Geben Sie uns doch einen kurzen Einblick über die Entstehungsgeschichte, also vom ersten Gedanken bis zur Übergabe an das Unternehmen?

PROF. SCHNEIDER:  Die wichtigste Phase ist die Ideenfindung. Hier muss die Innovation, Langzeitgültigkeit und Sinnorientierung ablesbar sein. Die gute Zusammenarbeit wie bei skantherm mit der Unternehmensleitung und den Fachabteilungen ist ein weiterer wichtiger Punkt, der sich bei allen Entwicklungsschritten von der Detailplanung über die Namensfindung bis zur Kataloggestaltung positiv bemerkbar machen muss. Alle Beteiligten, Produktentwicklung, und Händler müssen hinter dem Produkt stehen. Dieses positive Gefühl wird über das Produkt auch für den Kunden spürbar.

Produktentwicklung ist nicht die Idee unter der Dusche, sondern intensive Arbeit bis zum kleinsten Detail.


Funktionalität und Design

SKANTHERM:  Wie wichtig war Ihnen bei »elements« Funktionalität und Design miteinander zu verbinden? Gehören diese Parameter grundsätzlich immer zusammen?

PROF. SCHNEIDER:  Ja, das ist eine selbstverständliche Voraussetzung!


zukünftige Entwicklung

SKANTHERM:  Wir leben ja in einem schnelllebigen Zeitalter. Insbesondere der technische Wandel schreitet immer rasanter voran. Ein Update jagt das nächste und als Verbraucher verliert man rasch den Überblick. Erholung findet daher oft in seinen eigenen vier Wänden statt. Wie sehen Sie hier die zukünftige Entwicklung? Wie sieht für Sie der Kaminofen im Jahr 2025 aus?

PROF. SCHNEIDER:  Die sinnlichen Qualitäten von Kaminfeuer werden in Zukunft immer wichtiger. Energieträger wie Gas, Öl  oder Solarstrom bieten Wärme, sind aber politisch empfindlich und teuer. Sie sind ohne sinnlichen Reiz, nur intellektuelle Techniken, die wir brauchen, die uns jedoch nicht erfreuen. Vielseitige Sinneserlebnisse bietet dagegen das Kaminfeuer. Das Urerlebnis Holz und Feuer gibt uns das Gefühl der Unabhängigkeit und des selbstbestimmten traditionellen Handelns.

Sehsinn, Bewegungssinn, Gehörsinn, Geruchssinn, Tastsinn, Lebenssinn

Lodernde, nie gleiche oder sich wiederholende Feuerformen bis hin zur Glut sind interessant und nie langweilig. Knisterndes Holz, das verbrennt und den typisch bekannten Duft von sich gibt, rauhes Holz, rund oder kantig, das nachgelegt werden will und Strahlungswärme erzeugt, die wir spüren und uns das Gefühl der Geborgenheit gibt. Bei diesen vielseitigen Sinneserlebnissen bleiben der Kamin und das Feuer immer attraktiv!

Beim Formulieren dieser Sinneserfahrungen kommen erste  Gestaltungsvorstellungen, die ganz neue Ansätze und Formideen auslösen - super - wir sollten uns in nächster Zeit über Feuer in seiner schönsten Form unterhalten ...

SKANTHERM: Lieber Herr Prof. Schneider, vielen Dank!

  • Prof. Wulf Schneider Elements

    Elements

    Elements

    Nur drei Elemente

    ermöglichen unendlich

    viele Kombinationen.

    Der »elements« begeistert mit seiner einfachen und dadurch raffinierten, modularen System-Bauweise: Nur drei Elemente können zu unendlich vielen Kombinationen zusammengefügt und so auf jeden Raum individuell zugeschnitten werden. Aus einem Kaminofen wird ein Möbelstück – und aus einem Möbelstück ein modernes, gemütliches und wärmendes Element in Ihrem Leben.

  • Prof. Wulf Schneider Emotion

    Emotion

    Emotion

    Dieser Kaminofen

    zeigt viel Feuer und passt sich

    jedem Raum an.

    »emotion« führt alles zusammen. Dieser Kaminofen zeigt viel Feuer und wirkt auch, wenn nicht geheizt wird. Frei aufstellbar und optional mit einem drehbaren Oberteil ausgestattet, bietet er neue Möglichkeiten als Raumteiler. In zwei unterschiedlichen Größen erhältlich, passt er sich durch eine geringe Tiefe jeder Raumsituation an.

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